Herbststar: Kürbis

Rund 8000 Jahre alt ist die Geschichte des Kürbis und bereits 5000 v. Chr. sollen ihn die indianische Ureinwohner Südamerikas angebaut haben. Mit Christoph Kolumbus erreichten die Samen dann das europäische Festland. Doch erst Dank der amerikanischen Halloween-Welle erlebte der Kürbis auch in unseren Breitengraden seine Renaissance in der Küche.

Durch den Anbau in vielen verschiedenen Ländern erlangte der Kürbis eine Sortenvielfalt von über 800 verschiedenen Arten. Der größte Kürbis der Welt wiegt übrigens über 750 kg! Das meist gelb oder orange leuchtende Fruchtfleisch kann auf vielfältige Weise zubereitet werden. Immer beliebter wird die Sorte Hokkaido, diese Kürbisart kann nämlich mitsamt der Schale gekocht werden. Das erspart das mühsamen Ausschälen des Fruchtfleisches aus der recht harten Schale.

Für unsere Gesundheit gilt das Kürbisfruchtfleisch als wahrer Tausendsassa. Gerade für den Stoffwechsel ist es die reinste Wohltat: Viel Wasser und Ballaststoffe unterstützen die Verdauung. Zugleich wird dem Organismus ein optimales Mischverhältnis vieler Vitamine, darunter reichlich Vitamin A und Mineralien wie Kupfer, Eisen, Magnesium und Kalium, geliefert. In der Volksmedizin kennt man den Kürbispresssaft; eine Tasse frischer Saft aus dem Fruchtfleisch auf nüchternen Magen getrunken, hilft bei Verstopfung.

Unter den Kürbiskernen sollen vor allem die Kerne aus dem steirischen Ölkürbis eine starke arzneiliche Wirkung haben. Sie enthalten bis zu 50% wertvolle Fettsäuren und Mineralien und Spurenelemente wie Mangan, Zink, Kupfer und Selen. Den enthaltenen Phytosterinen wird eine positive Wirkung auf Blase und Prostata zugeschrieben. Kürbiskernextrakte sind daher in vielen Fertigarzneimitteln erhalten.